Donnerstag, 1. Juli 2021

tausend Jahre sind ein Tag


 wow, fast 10 Jahre sind seit meinem letzten Eintrag verronnen.

ich muss an diese Kindersendung denken - Zeichentrick - in denen ein weißhaariges Männlein mit seinen Gefährten durch die Zeit reist und den Kindern damit die Weltgeschichte erzählt. 

tausend Jahre sind ein Tag.

diese Art Sendung gabs auch für die Funktionen des Körpers, fällt mir gerade ein. 
ich habe in diesen Sendungen weiße und rote Blutkörperchen kennengelernt, und auch, wie kleine Wunden heilen, die durch Schnitte oder Spreißen, die man sich beim Holz machen reinzieht, entstehen.

10 Jahre.

im Ofen ist ein Kuchen. 
auch das ist neu. vor 10 Jahren hätte ich niemals einen Kuchen gebacken. 
heute schon. und das hat einen glücklichen Grund. 

als erstes habe ich meinen Standort angepasst, der hier im Blog gespeichert war.
Nordrhein-Westfalen stimmt schon lange nicht mehr.
ich bin zurückgekehrt.
und wenn ich es nicht vermassel, dann bin ich jetzt zuhause.
angekommen.

der Weg war unendlich weit.
der letzte Blogeintrag endet mit "Hoffnung".
Hoffnung auf Zeit der Ruhe, der inneren Einkehr, des Sich-in-sich-selbst-Wiederfindens.

es kam natürlich anders.
was auch sonst.

es gibt ein Buch von Philippe Djian - "Verraten und Verkauft".
so ähnlich.

es begann mit der Gewissheit, dass ich am falschen Ort bin, damals in NRW.
ich spürte, wie ich immer mehr verloren ging, mal wieder.
kein Zuhause, kein Ankommen.

klar kann man gehen.
nur wäre ich ohne meine Kater keinen Meter von diesem Ort abgewichen.
er wusste das.
und er wusste von all dem Unglück, wenn ich bleibe und von all dem Glück, wenn ich den Mut hätte, zu gehen.
und da ich nicht gehen würde, ging er.

mit dem Tag, an dem mein Kater verschwand, zerbrach so ziemlich alles, was ich so mühsam zusammengehalten hatte.
ich versank in einem Meer aus Tränen, und mein damals noch "Liebster" verriet alles, was wir hatten, alles, was wir waren.
verraten. und verkauft.

ich bekam zwei neue Weggefährten an meine Seite.
einen weißen Schäferhund und eine mittlerweile weiße Islandstute.
das Glück war damit weiß:-)

sie haben mich davon abgehalten, endgültig zu versinken.
jeder auf seine Weise.
sie sind auch heute noch bei mir, auch jeder auf seine Weise.

und da ist noch jemand.
jemand, für den sich all das gelohnt hat.
der dieser Reise ihren Sinn gibt.
den ich immer gesucht habe, solange ich lebe.
er lässt mich ICH sein, lässt mich ankommen, sieht die Welt mit meinen Augen.
mit den blauen Augen eines Einhorns.

galdra gibt es noch.
sie schreibt seit jeher, wirkt durch ihre Worte.
sie ist aber nur ein Teil von - 
fay.


Freitag, 30. September 2011

es wird Zeit...

meine liebste Zeit ist die Dämmerung - abends wie morgens.
keiner Tageszeit wohnt ein solcher Zauber inne wie der kurzen Stunde zwischen Tag und Nacht.

es wird Zeit.
Zeit für die innere Einkehr. Zeit für den Rückzug.

die Karte, die ich für diesen Mond gezogen habe, steht für den Wandel. den Wandel, den mein Leben gerade erfährt. den Wandel, den die Natur im ewigen Kreislauf durchwandert.

Eikthyrnir, der Hirsch, der die üppig wachsenden Zweige der Weltenesche stuzt und so das Gleichgewicht erhält.

die Karte steht für den Herbst, die Magie des Lebens, für das Werden, Vergehen und für die Wiederkehr.

Eikthyrnir - geschaffen von Voenix

die sonnigen, warmen Tage sind ein Geschenk. 
denn es ist, als wenn die Götter wüssten, dass ich noch nicht bereit bin für den Rückzug ins Innere.
noch nicht. nicht so schnell...
die Zeit für Ruhe wird kommen.
die Zeit für Ruhe wird sein.

jetzt aber ab in die Sonne:-)

Grüße in die Welt,

galdra

Dienstag, 30. August 2011

ein Buch mit Seele...

es ist immer wieder ein wunderbares Gefühl, wenn ein Buch mit magischer Anziehung den Weg zu mir findet.
wenn es dann auch genau das bereit hält, was es von den anderen abhebt.

dieses Buch hatte mich seit Tagen, Wochen magisch angezogen, ohne, dass ich das Geringste darüber wusste. als ich es mit nach Hause nahm, las ich als erstes die Danksagung der Autorin. und war verzaubert.

"auf vier weißen, rosa gepolsterten Pfoten stromerte diese Geschichte eines Tages in mein Leben.
vor mehr als zwei Jahrzehnten schlich sich ein großer, wilder, schurrbärtiger, schwarz-weißer Kater in meinen Garten und in mein Herz und war über zehn Jahre hinweg mein Schatten und Seelenverwandter...und vielleicht mache ich mich irgendwann einmal daran, die Geschichte auzuschreiben. bis dahin mag dieses Buch ein kleiner, vorläufiger Dank sein an Mr C`mere (das Vorbild für Herrn Kommkomm) für alles, was er mir geschenkt hat."

das Buch an sich ist die Geschichte einer Heimkehr.
die Geschichte der fast zwölfjährigen Zoe, die ein Gespür für Tiere hat, aber auch in den Menschen lesen kann.
die Geschichte eines Mädchens, das wie der streunende Kater das Vertrauen in das Leben und die Menschen wiederfindet.




Bücher sind ein Geschenk. immer.

Grüße in die Welt,

galdra

Sonntag, 31. Juli 2011

ein wunderbarer Morgen

heute morgen war es still.
der Himmel leicht bedeckt, es wehte ein sanfter Wind, der ganz zart in Ahorn und Eiche gegenüber von unserem Zaun raschelte.

gegenüber von unserem Zaun ist hinter einem Graben ein kleiner Wiesestreifen, an den sich dann direkt das Feld anschließt.
in diesem Jahr hat der Bauer dort Mais gepflanzt, was auch ganz wunderbar sein kann, schaut man doch auf eine grüne "Wand", die nicht minder munter im Wind raschelt.

heute morgen also...kommt während ich mich auf den neuen Tag einstimme, ein Reh aus dem Mais, läuft auf dem Wiesenstreifen von nach rechts nach links und wieder nach rechts und ist dann wieder verschwunden.

Dieser Moment war voller Magie, denn die Welt, die sich so sehr anstrengt, draussen den Ton anzugeben, war verstummt.

Einen schönen Sonntag wünscht

galdra

Samstag, 25. Juni 2011

wenn doch nur...

...die Zeit ein wenig still stehen könnte...

zwei Wochen hatten wir nun Urlaub.
Zeit für uns.

nun beginnt am Montag wieder der Alltag. kein schlechter Alltag. aber ein anderes Leben wäre auch möglich gewesen - "ich habe festgestellt, dass sich ganz in der Nähe des Lebens, in dem man zufällig gelandet ist, ein anderes befindet, das man genauso gut hätte führen können." (Margriet de Moor)
zu oft wünsche ich mich in ein anders Leben.

gestern noch haben wir dann noch einen Zehn-Kilo-Eimer voller Kirschen gepflückt. diese wollen heute entsteint und zu Marmelade verkocht werden. hier plane ich ein Experiment - Kirschmarmelade mit Mohn.

natürlich haben wir nich halb so viel unternommen, wie wir es eigentlich vorgehabt hätten. nun war auch das Wetter nicht immer so strahlend, aber das kann nur eine fadenscheinige Ausrede sein.

ich bin nicht gerne weg von zu Hause.
ich habe einen Kater, der sich auf mich verlässt, und ich kann ihn nicht allein lassen.
natürlich würde jemand nach ihm schauen. meine Freundin wohnt nicht weit. sie kennt und liebt meinen Kater und er sie. nur ist halt nicht immer jemand da. er würde nach uns Ausschau halten und gar nicht verstehen, warum wir nicht nach Hause kommen. ihn mitnehmen oder in ein Tier-Asyl geben - kommt niemals überhaupt gar nicht in Frage. hier zu Hause hat er ja alles. kann rein und raus und hat seinen Rhythmus. wie gesagt - er kann vielleicht alleine bleiben. nur ich kann ihn nicht alleine lassen.

der Mann an meiner Seite wird allmählich ungeduldig. es macht ihn nicht froh, dass ich mich so sträube, das Haus länger als für einen Tag zu verlassen.  kann mir jemand sagen, wie man seinen Kater alleine lässt?????


manchmal ist das Leben kompliziert.

galdra

Sonntag, 22. Mai 2011

ein Buch...

...ist immer ein Geschenk.
Freitag war ein guter Tag, denn ich hatte einen Frei-Tag.  und abends fragte mich mein Liebster, was ich so getrieben hätte...

ich habe ein Buch gelesen. ich begann und hörte erst mit der letzten Seite auf.
es ist ein leichtes, glücklich machendes, wunderschönes Buch.
es steckt voller Wahrheit, Vertrauen  - und Magie.

Mina von David Almond


es wärmt. Herz und Seele.

galdra.

Freitag, 20. Mai 2011

der 5. Mond

...definitiv ein Beltane-Mond.
und er hat mir drei Dinge zurück gegeben:

eine Möglichkeit, eine Freundin und eine Zukunft

warum also nicht hier zuhause sein - wenn Kater hier glücklich ist, bin ich es doch auch...



aber das EINE Zuhause findet man nur in sich selbst.
der irdische Ort spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Ankommmen.

galdra