ich muss an diese Kindersendung denken - Zeichentrick - in denen ein weißhaariges Männlein mit seinen Gefährten durch die Zeit reist und den Kindern damit die Weltgeschichte erzählt.
tausend Jahre sind ein Tag.
diese Art Sendung gabs auch für die Funktionen des Körpers, fällt mir gerade ein.
ich habe in diesen Sendungen weiße und rote Blutkörperchen kennengelernt, und auch, wie kleine Wunden heilen, die durch Schnitte oder Spreißen, die man sich beim Holz machen reinzieht, entstehen.
10 Jahre.
im Ofen ist ein Kuchen.
auch das ist neu. vor 10 Jahren hätte ich niemals einen Kuchen gebacken.
auch das ist neu. vor 10 Jahren hätte ich niemals einen Kuchen gebacken.
heute schon. und das hat einen glücklichen Grund.
als erstes habe ich meinen Standort angepasst, der hier im Blog gespeichert war.
Nordrhein-Westfalen stimmt schon lange nicht mehr.
ich bin zurückgekehrt.
und wenn ich es nicht vermassel, dann bin ich jetzt zuhause.
angekommen.
der Weg war unendlich weit.
der letzte Blogeintrag endet mit "Hoffnung".
Hoffnung auf Zeit der Ruhe, der inneren Einkehr, des Sich-in-sich-selbst-Wiederfindens.
es kam natürlich anders.
was auch sonst.
es gibt ein Buch von Philippe Djian - "Verraten und Verkauft".
so ähnlich.
es begann mit der Gewissheit, dass ich am falschen Ort bin, damals in NRW.
ich spürte, wie ich immer mehr verloren ging, mal wieder.
kein Zuhause, kein Ankommen.
klar kann man gehen.
nur wäre ich ohne meine Kater keinen Meter von diesem Ort abgewichen.
er wusste das.
und er wusste von all dem Unglück, wenn ich bleibe und von all dem Glück, wenn ich den Mut hätte, zu gehen.
und da ich nicht gehen würde, ging er.
mit dem Tag, an dem mein Kater verschwand, zerbrach so ziemlich alles, was ich so mühsam zusammengehalten hatte.
ich versank in einem Meer aus Tränen, und mein damals noch "Liebster" verriet alles, was wir hatten, alles, was wir waren.
verraten. und verkauft.
ich bekam zwei neue Weggefährten an meine Seite.
einen weißen Schäferhund und eine mittlerweile weiße Islandstute.
das Glück war damit weiß:-)
sie haben mich davon abgehalten, endgültig zu versinken.
jeder auf seine Weise.
sie sind auch heute noch bei mir, auch jeder auf seine Weise.
und da ist noch jemand.
jemand, für den sich all das gelohnt hat.
der dieser Reise ihren Sinn gibt.
den ich immer gesucht habe, solange ich lebe.
er lässt mich ICH sein, lässt mich ankommen, sieht die Welt mit meinen Augen.
mit den blauen Augen eines Einhorns.
galdra gibt es noch.
sie schreibt seit jeher, wirkt durch ihre Worte.
sie ist aber nur ein Teil von -
fay.

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